Meine Miezen

Diese Seite hat nichts mit Zweibeinerinnen zu tun!

Hier werde ich Euch nämlich meine Katzen vorstellen.

"Mädel" war meine erste Katze. Ich bekam sie im Alter von etwa drei Monaten (nicht in meinem Alter, sondern dem des Mädels!). Sie wurde sagenhafte 22 Jahre alt.

"Mikesch" war ein Kater, der etwa vier Jahre alt war, als ich ihn bekam. Dreizehn Jahre lang war er ein prima Kumpel, und sein Gesichtchen ziert das Banner meiner Homepage.

"Flori" zog bei mir im Jahr 2011 ein, auch er damals vier Jahre alt (wie man mir sagte...). Jetzt, Ende des Jahres 2019, zeigt er immer noch Übermut und Lebendigkeit! Na ja, jedenfalls, wenn er nicht seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht: Pennen!

Ganz allgemein liebe ich Tiere: Eine jede Art hat etwas Besonderes, zeichnet sich aus durch Fähigkeiten und Merkmale; und jede Art bringt glücklicherweise Individuen mit ganz eigenen Wesensarten hervor, wie bei uns Zweibeinern - sonst wäre das alles ja unendlich langweilig...

Einen Esel - wenn er dich ins Herz geschlossen hat in nur einem Tag der Begegnung - kannst du zehn Jahre später wieder treffen: er wird dich freudig erkennen.

Die Schildkröten im Garten meiner Nachbarn haben schon nach zwei Tagen kapiert, dass Urlaubszeit ist und ein neuer Typ kommt, um sie zu füttern: Ein ganz leiser Pfiff genügte, und sie kamen angerannt zu den mitgebrachten frischen Löwenzahnblättern; sie genossen es,  gekrault zu werden: die eine mochte es lieber an der Kehle, die andere an der Stirn.

Hunde? Ja, ich hatte welche, und ich liebe sie auch. Nur: Ihre Zuneigungen und Liebkosungen sind zwar echt und sehr gefühlsbetont, aber eben gegenüber ihrem 'Rudelführer', also dem Herrchen oder Frauchen; also in einer Hierarchie untergeordnet.

Katzen? Die pfeifen auf Hierarchie oder Befehle. Sie haben sich vor rund 3.000 Jahren freiwillig dem Menschen angeschlossen, und sie sind heute noch freiwillig bei uns - lieben aber den Menschen, wenn er sie krault und füttert. Welcher Mensch das ist, ist in den meisten Fällen egal: Nur äußerst selten kommt eine Katze nicht damit zurecht, einen neuen Dosenöffner und Bauchkrauler zu haben. Mensch ist Mensch.

Aber nicht immer: Es gibt viele herzerweichende Geschichten über Katzen, die "ihren" Menschen nie vergessen konnten, wenn er gegangen war...

Flori

Ab Samstag, den 3. September 2011 um 14 Uhr hatte ich einen neuen Kumpel: Flori, einen pantherschwarzen Burschen mit gelben Augen!
Vier Jahre alt soll er sein, so versicherten mir die netten Leute, die ihn mir geschenkt hatten: mitsamt Kratzbaum, Toilette und Trockenfutter für mehr als zwei Monate!

Schon am ersten Tag war er mir ans Herz gewachsen, und umgekehrt ebenfalls! Es ist immer schön im Leben, wenn eine Liebe in beiden Richtungen wirkt...

Flori hat gegenüber meinen anderen Katzen bemerkenswerte Eigenarten; das zeigte sich schon, als er in einem Tragekorb bei mir angeliefert wurde: mucksmäuschenstill war er, eher neugierig. Und als ich ihn auf der Couch frei ließ, hatte er nichts anderes zu tun, als sich mit atemberaubender Geschwindigkeit in der Wohnung und auf dem Balkon umzuschauen! Meine beiden anderen Miezen schrieen wie am Spieß bei der Beförderung, und danach habe ich sie gut drei Tage kaum gesehen: Unter der Couch oder in einem Schrank ausharren war angesagt...
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Eine ganz besondere Eigenart von Flori: Er hatte keine Angst vor bevorstehenden Regengüssen oder gar Gewittern.

Mikesch und Mädel verzogen sich rund zehn Minuten vor solchen Ereignissen ins Bett oder darunter; sie waren zuverlässige Barometer.

Flori dagegen wartet regelrecht darauf: Augen und Ohren werden größer, jeder Aussichtsplatz wird im Wechsel inspiziert, um ja nichts zu verpassen!

Und wenn es dann los geht, wechselt er wieder von einem Fenster in andere der Räume; dort könnte ja etwas anderes vorgehen, das er unbedingt mitkriegen muss.

Das ist ja schon etwas außergewöhnlich, um es milde zu sagen. Seine völlige Verrücktheit bekam ich aber zum Ende des ersten Jahres bei mir zu erleben, also zu Silvester: Die ersten Knaller und Raketen gehen ja schon weit vor Mitternacht ab; sie waren für Flori quasi eine Vorspeise an allen Fenstern, nach vorne wie nach hinten.

Aber dann, als es echt los ging und ich ein Fenster öffnete, um bessere Sicht zu haben, schoss Flori den Vogel ab:

Mit mir am Fenster verfolgte er die Raketen und alles andere, was knallt und Feuerwege erzeugt! Er wusste gar nicht mehr, wohin er gucken sollte! Hyperaktiv raste er auch auf die andere Seite durch die Wohnung, mit Blick in den Hinterhof, um ja auch dort nichts zu versäumen, und dann wieder zu mir zurück ans offene Fenster.

Dieser irre, liebe Typ reagiert auch bei anderen Vorfällen völlig anders als normale Katzen: Er 'schmuste' ein dickes BWL-Buch in der tief liegenden Vorderfront meines Schreibtisches; es knallte heraus und direkt neben ihm auf den Boden. Was macht er? Gucken und schnuppern, was das ist! Jede andere Katze hätte in Panik die Flucht ergriffen...

Genau so verhielt er sich er sich auch bei kleinen 'Unfällen', die er verursachte: etwas runtergeschmissen und es hat gekracht und gesplittert? Keinen einzigen Zucker zeigt er! Erstmal schnuppern, was das wohl vorher gewesen sein könnte und jetzt ist. Danach der fragende Blick an mich: War das was? Kehre es bitte weg, bevor ich in die Scherben trete. Danke, Nobbi.

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Kleine Geschichten von Flori gibt es hier: Die Bilder stammen von mir (oftmals miese Qualität, weil ich manchmal einen Blitz vermeiden wollte, aber erinnerungswürdig); Flori selbst kommentiert diese Fotos.

Erster Tag

Hinweis:
Ohne Blitz entstand oft eine lange Belichtungszeit, weshalb viele Bilder schlicht und ergreifend leicht verwackelt sind.
Das meint Flori mit "unscharf gucken"!

Zweiter Tag

Schrankerforschung 1

Schrankerforschung 2

Hinweis:
Ich vergesse manchmal, die Sonnenblende von der Linse zu nehmen; deshalb ein Schatten, der den Blitz aufhält!

Helloween

Hier kommt die Maus!

Gemischtes

Papierspieler

Mikesch ...

… mit seiner süßen Stupsnase

Oft wurde ich gefragt, wie ich den Kerl so "in die Tube" bekam:

Rechts auf dem Boden im Sonnenlicht hatte ich ein Szenario aufgebaut, um Tomatenblüten im Makro-Modus zu fotografieren. Mikesch kam angeschnuppert, und ich zog geistesgegenwärtig die Objektiveinstellung etwas zurück; somit ist die Linse des Makrovorsatzes von Innen zu sehen!

Eine halbe Sekunde entschied hier über Flop oder Top; und der glücklich Zufall war das Maß aller Dinge!
Der Ausschnitt und die Schärfentiefe sitzen dermaßen perfekt, das hätte ich 'gewollt' sicher nicht hinbekommen; zumal ein Viechlein selten länger als eine Sekunde in so einer Situation still hält.

Vorwort

Am 13. September 2002 holte ich mir nach einigen Jahren der "Katzenabstinenz" wieder einen Schmusetiger ins Haus: Mikesch.
4 Jahre alt, anfangs ungeheuer scheu; aber dann machte er mir viel Freude! Vor allem deswegen, weil er auf den Schoß kam zum Schmusen oder sich gemütlich in die Arme nehmen ließ.

Ihr findet das normal? Für mich war das Neuland, denn mein vorheriges "Mädel" hatte gegen diese Art von Körperkontakt gehörig was einzuwenden - 22 Jahre lang! Siehe auf der Mädelseite

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Eigenarten von Mikesch:
Im Gegensatz zu Flori war er ein ganz normaler Typ: keine Marotten, echt nix Außergewöhnliches oder Verrücktes! Wir hatten uns nur viele Jahre lang lieb...

Die erste Zeit

Spielerei im Gelben Sack

An einem Winterabend wollte ich keinen Blitz verwenden; die Kamera stieß dabei natürlich an ihre Grenzen und oft auch weit darüber hinaus!
Trotzdem sind das für mich herrliche Aufnahmen, die Mikesch in voller Aktion zeigen.

Diverse Bilder

Trennung

Gestorben ist Mikesch zu Hause, am Freitag, den 20. Mai 2011 um kurz vor 23 Uhr. Begraben habe ich ihn in der Nähe meiner Wohnung unter einer Eibe fast eine Stunde später, nach einem traurigen und langen Abschiedsschmuser auf seiner Schlafdecke auf meiner Couch, wo ich ihn in seiner Lieblings-Schlafstellung drapiert hatte. Unter Tränen habe ich ihn dann - in dieser Stellung - in ein abgeschnittenes Teil seiner Schmusedecke gepackt und ihn neben der Staatsphilharmonie sensibel verbuddelt.
Dort gehe ich auch heute noch fast täglich vorbei auf meinem Weg in die City, und jedes Mal flüstere ich: 'Hallo Mikeschele!'

Vorher hatte ich über eine Stunde lang auf dem Boden gelegen am Fuß seines Kratzbaumes, wohin er sich zum Sterben zurück gezogen hatte, habe ihn gestreichelt und mit ihm geredet, was er vielleicht gar nicht mehr mitbekommen hatte; er zeigte keine geringste Regung mehr. Oder hat er mich doch noch gefühlt und gehört, meine Liebe gespürt?

Ausgerechnet, als ich dann auf die Toilette musste, hörte ich von dort seinen Abschied: Zwei ungeheuer tiefe und ziemlich laute "Maaaauuuuuuu"; wobei das letztere noch lauter war als das erste: damit hauchte er wohl seine Seele in den Katzenhimmel...

Mädel

Vorwort

Zum Mädel kam ich Mitte 1978 völlig überraschend: Ich war zu Besuch bei einem entfernten Bekannten, als dieser ein junges Kätzchen aus dem Wurf seiner Kätzin wegtreten wollte, weil das kleine Ding im Weg herumstand!

Ich schnappte mir das kleine, maunzende Knäuel von etwa 10 Wochen, brüllte den Kerl an und haute ab...

Daraus sind knapp 22 Jahre geworden, die wir miteinander verbrachten!

Natürlich musste ich in dieser langen Zeit auf viele Urlaube verzichten, weil es kaum Gelegenheit gab, das Mädel unterzubringen; manchmal konnte meine Schwester aushelfen, aber mit ihren Hunden war das oft ein Problem. Manchmal kam eine gute Freundin zur Pflege zu mir nach Hause, später auch meine Putzfrau, die ich mir tatsächlich leisten konnte!

Eine besondere Eigenart von Mädel war, dass sie nie auf meinen Schoß kam zum Schmusen; sie lag höchstens direkt neben meinem Oberschenkel und ließ sich gerne kraulen. Aber: Morgens im Bett schnappte sie sich mit beiden Pfoten meine Hand und schleckte sie ab; die Hand hatte keine Chance zu entkommen, denn Mädel packte dann richtig zu! War die Innenseite bis auf den Quadratmillimeter fertig, drehte ich die Hand um, was sie gestattete und weiter machte. Ein Wegziehen der Hand war unmöglich, bis auch die andere Seite akkurat bearbeitet war.
Dieses Prozedere musste ich auf meinen Wecker übertragen: 'Bitte zehn Minuten früher klingeln, die Katz' braucht ihre Zeit bis zum Aufstehen!'

Diese Seite ist eigentlich mehr eine nostalgische für mich selbst: Die Bilder sind meist grottenschlecht. Wer aber trotzdem drüber schaut und dies fehlende Qualität übersehen kann, wird vielleicht doch etwas Spaß haben an der Geschichte über mein Mädel!

Übrigens habe ich heute noch reale Andenken an Mädel: In den drei dicken Buchbänden "Tausend und eine Nacht" stecken als Lesezeichen Schnurrhaare von ihr.

Das Zusammenleben mit einem Haustier erfordert nicht nur regelmäßige Zuwendung und Beschäftigung mit dem Tier, sondern bedeutet auch oft ein Verzicht des Menschen zugunsten des Wohlseins unserer Genossen, für die wir eine enorme Verantwortung übernommen haben!

 

Die Jahre 1979 bis 1984

Die Jahre 1986 bis 1998

Endgültige Trennung

Bei Mikesch habe ich beschrieben, wie er von mir gehen musste; beim Mädel will ich das ebenfalls tun.

Warum beschreibe ich den Tod meiner geliebten Katzen?

Um diejenigen vorzubereiten, die sich oder ihren Kindern ein Tierchen vielleicht zu Weihnachten schenken und nicht bedenken, dass die Liebe zu einem Haustier nur begrenzte Zeit bestehen kann; man muss sich zwangsläufig nach einer gewissen Zeit von ihnen verabschieden.
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Mädel war nun wirklich in die Jahre gekommen, fast ein Methusalem!

Das Laufen fiel ihr schwer; auf ihren Lieblingssessel kam sie nur mit Mühe hoch, obwohl ich ihr eine Rampe aus Holz gebaut hatte, bezogen mit einem Teppichstück, damit sie mehr Grip hat.

Auf dem Balkon legte ich sie in die Sonne meiner Liege und holte sie wieder ab. In der Küche breitete ich zu kälterer Jahreszeit ein dickes Stoffstück auf dem Boden aus, auf dem ich sie dem Sonneneinfall entsprechend über den Boden zog.

Mädel knickte oft mit den Hinterbeinen um und tat sich schwer, wieder aufzustehen; ach, wie oft half ich ihr dabei! Manchmal öffnete sich ihr Mäulchen zu einem Miau, aber es kam kein Ton heraus: Sie war schon gut zwei Jahre stumm.

Eines Abends uferte das aus: Mädel fiel hinten wieder um, versuchte sich aufzuraffen, rannte dabei panisch auf der Seite liegend durchs Wohnzimmer, knallte gegen den CD-Ständer, fiel komplett um und urinierte dabei!

Ich musste ihrer Qual nachgeben, die auch in ihren Augen erkennbar war...

Mit einem Waschlappen reinigte ich sie und legte sie wieder auf ihren Sessel. Ihr Blick zu mir war dabei unbeschreiblich; er blieb jahrelang in meiner Seele haften!

Von der Nachbarin unter mir ließ ich mir zwei Schlaftabletten geben: Diese zerbröselte ich und schob die groben Stückchen etappenweise in Mädels Mäulchen, indem ich ihre Kiefer sanft auseinanderdrückte und anschließend sanft zuhielt, damit sie auch schluckte.

Während der ganzen Prozedur redete ich mit ihr und liebkoste sie; Mädel war aber schon zu schwach, um mir noch einen Blick zuwerfen zu können.

Etwa zehn oder fünfzehn Minuten später hatte ihr Herzchen nicht mehr die Kraft und hörte auf zu schlagen...

Ich heulte bitterlich, lange Zeit, und schmuste sie dabei!

Dann wickelte ich sie in ein Stück des Stoffes, mit dem ich sie immer durch die Küche gezogen hatte, der Sonne nach, und begrub sie in einer Ecke meines Gartens; dort, wo sie die meiste Sonne abbekommt...